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Die Zuckerquote ist gefallen, Maissirup jetzt unbegrenzt erlaubt

Photo by Alvimann at Morguefile.com
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Isoglucose, high fructose corn sirup (HFCS), besser bekannt unter "Glucosesirup" oder "Maissirup" ist in Amerika der Dickmacher Nummer 1. In der EU war bisher die Verwendung von Isoglucose streng reglementiert. Durfte bisher nur ein geringer Anteil (unter 5%) der Süße in Lebensmitteln aus HFCS bestehen, wurde der Zuckermarkt in Brüssel fast unbemerkt neu geregelt. Eine Begrenzung der Süßeanteile in Lebensmitteln gibt es nicht mehr.

 

Die Industrie hat gute Gründe auf HFCS statt auf andere Zuckerarten umzuschwenken. HFCS ist sehr günstig und einfach zu verarbeiten. So lassen sich Gewinne einfach steigern. Für die Verbraucher hat dies allerdings verheerende Nachteile. Denn HFCS ist so aufgebaut, dass es das Sättigungsgefühl komplett ausschaltet. Andere Zuckersorten tun dies nicht. Außerdem reagiert der Insulinspiegel deutlich heftiger auf die neue Zuckerart, was für Diabetiker ein Problem darstellt. Besonders Kinder bekommen so in jungen Jahren schon gesundheitliche Probleme.

 

Während man in Amerika und Mexiko längst begriffen hat, das HFCS die Gesundheit der Menschen gefährdet und dort seit Einführung des Stoffes die Gesundheitskosten explodiert sind, so wittern die Konzerne aus Übersee hier einen neuen Markt. Die EU Bürger sind dahingehend noch nicht aufgeklärt und sensibilisiert.

Brüssel kommentiert die Situation so, dass die wirtschaftlichen Interessen und die Gesundheit der Bürger zweierlei Problemkreise sind. Die gesundheitlichen Auswirkungen seien an anderer Stelle zu diskutieren.

 

Für den Verbraucher ist HFCS schwer zu erkennen, vielfältig sind die Deklarationen auf den Verpackungen. Zu finden ist der Stoff z.B. in: Fruchtjoghurt, Milchreis, Pudding, Eiscreme, Kuchen, Kekse, Säfte, Fertigsaucen, Salate, Brötchen, Ketchup, Rotkohl, Obstkonserven.

 

Den Verbraucher beibt nur sich gut zu informieren, sich im Internet schlau zu machen und natürlich möglichst viele dieser hoch verarbeiteten Lebensmittel zu meiden. Sollte es in der EU einen ähnlichen Verlauf nehmen wie in Mexiko, bei denen HFCS bereits vor einigen Jahren eingeführt wurde, können wir uns auf steigende Gesundheitskosten und vermehrte Adipositaszahlen gefasst machen.

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